Großartige Unterwasseraufnahmen, die auf der Fassade des Staatlichen Museums Ägyptischer Kunst in München zu sehen waren. Unter dem Motto „München ist dabei!“ gab es anlässlich des Beginns der UN-Dekade der Ozeanforschung für nachhaltige Entwicklung eine gemeinsame Aktion von GeoBio-Center der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), der Staatlichen Naturwissenschaftlichen Sammlungen Bayerns, vom Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e. V. – VBIO und der Interessengemeinschaft Meeresforschung Süd. Unterstützt wird die Meeres-Lichtprojektion von der Deutschen Meeresstiftung und der Deutschen Gesellschaft für Meeresforschung.

Die Vereinten Nationen haben zur Jahreswende die Dekade der Ozeanforschung für nachhaltige Entwicklung ausgerufen, die bis zum 31. Dezember 2030 läuft. Sie steht unter dem Motto „Die Forschung, die wir brauchen – für den Ozean, den wir wollen“ die Bedeutung der Ozeane, die zwei Drittel der Erdoberfläche bedecken, für das Leben und Überleben der Menschheit hervorheben, für eine umfassende und nachhaltige Ozeanforschung sowie saubere und zukunftsfähige Ozeane sorgen.

Die Deutsche Meeresstiftung hatte gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Meeresforschung und der Stiftung Planetarium Berlin die faszinierenden Unterwasseraufnahmen am 28. Januar auf die Fassade der Hamburger Speicherstadt projiziert. In einem gestreamten Begleitprogramm kamen Expert*innen aus Wissenschaft, Umweltschutz, Wirtschaft und Politik zu Wort, so auch Prof. Gert Wörheide (Sprecher des GeoBio-Center der Ludwig-Maximilians-Universität München). In einem Interview mit der LMU zur Video-Installation in München erläutert Prof. Wörheide die Wichtigkeit und die Hintergründe zur Ozeandekade. „Durch (…) die Erderwärmung wandeln sich die Ozeane (…) zunehmend. Fische wandern aus den Tropen ab und unterbrechen damit eine Nahrungskette, auf die viele bevölkerungsreiche Länder dringend angewiesen sind. Korallenriffe – der artenreichste Lebensraum im Meer – sind global durch die sogenannte Korallenbleiche, hervorgerufen durch erhöhte Meeresoberflächen-Temperaturen, vom Aussterben bedroht“, sagt Prof. Wörheide. „Es sieht nicht gut aus für den Ozean der Zukunft, aber bis heute wissen wir nicht genau, wie es weitergeht. Deshalb benötigen wir so viel maritime Forschung wie möglich, um den Wandel des Lebensraums Ozean zu erkennen und zu lernen, wie wir ihn und die dort lebenden Organismen nachhaltig nutzen und bewirtschaften können.“

Das vollständige Interview findet sich auf der Webseite der LMU.

Die Statements der Expert*innen aus dem Hamburger Begleitprogramm zur Lichtinstallation können dauerhaft über die digitalen Angebote der Deutsches Meeresstiftung, beispielsweise auf Youtube, oder unter www.ozeandekade.org angesehen werden.

Die UN-Ozeandekade wurde in München wissenschaftlich federführend vom GeoBio- Center der LMU unterstützt, die Projektion freundlicherweise von MAGIC Event & Medien Technik und WE ARE VIDEO.

Foto: WE ARE VIDEO